Freitag, 16. April 2010

Springbreak Vol. II

Wo war ich...achja unsere Müdigkeit in Dallas. Da wir bei zwei Freunden in Miami übernachtet haben und die leider nur ein Bett und ein Sofa in ihrem Studio haben, und außer uns noch zwei Mädls aus Brasilien bzw. Bolivien dort übernachtet haben, hatten wir versprochen eine Luftmatraze mitzubringen. Wir hatten jetz jedoch das Problem, dass wir keine Koffer für die Flüge einchecken wollten, da uns dass 60 Dollar gekostet hätte. Also wurde die Luftmatraze in meine Handgepäck Tasche gestopft. Das nächste Problem bestand nun darin herauszubekommen, wie schwer die Tasche denn nun war. Da wir keine Waage im Haus haben und es schon zu spät war um woandershin zum Wiegen zu gehen, wurden wir uns unseres Hauptfaches Physik bewusst und bastelten aus einer meiner Krücken, einem runden Kanister Wasser, einem weiteren Kanister Wasser und einem Lineal eine hilfsmäßige Waage. Unser Ergebnis überraschte uns selbst, am Flughafen haben wir nochmal nachgewogen und unser nachmitternächtliches Ergebnis von 10kg war unfassbar nahe am wirklichen Gewicht von 10.2 kg.
In Dallas sind wir am ersten Nachmittag erstmal ein bisschen durch Downtown gestapft. Dort gab es abgesehen von der Stelle an der John F. Kennedy erschossen wurde und einigen beindruckenden Hochhäusern nicht wirklich viel zu sehen. Ein Highlight war jedoch eine fahrt mit der ältesten amerikanischen Straßenbahn die noch in Betrieb ist.

Am Abend haben wir dann den Patenonkel von Joshs Freundin getroffen und mit ihm erst in einem schönen Irish Pub ein paar Bierchen gezischt. Ich hab mir mal wieder ein Franziskaner Weißbier gegönnt, was hier eine echte Rarität ist.
Natürlich durfte in einem Irish Pub jedoch nicht versäumt werden auch ein Guiness zu genießen

Danach wurden wir von Alice's Patenonkel auch noch zu einem hervorragenden Abendessen eingeladen. Am nächsten Tag stand dann das "Sixth Floor Museum" an. Nach mehr als 2 Stunden historischer Belehrung sind wir noch ein wenig im Kunst Distrik von Dallas herumgeschlendert. Leider waren wir zu spät um in das Modern Art Museum zu gehen, aber das Glück war uns wie immer hold und wir haben durch zufall ein Museum Asiatischer Künste gefunden. Hier mein Lieblingsaustellungsstück dieses Museums mit dessen Beschreibung:
















Angekommen in Miami waren wir positiv vom guten Wetter überrascht, im Gegensatz zum bewölkten und regnerischen Dallas empfing uns Miami sonnig und warm. Im Laufe unseres Aufenthalts wurde das Wetter auch immer besser, weshalb wir fast jeden Tag am Strand verbracht haben. Das Highlight unseres Aufenthalts war sicherlich der Freitagabend. Eine Freundin hatte einen Deal abgecheckt, so dass wir am Freitag Abend zuerst in einer Bar umsonst trinken konnten und dann mit einer Hummer-Limosine zu einem Club chauffiert wurden. Außerdem haben wir sehr nahe von der Wohnung unserer Gastgeber ein wirklich gutes und billiges Sushi-Restaurant entdeckt, das fast jeden Tag wenigstens für einen kleinen Snack besucht haben. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des NBA Spiels Miami Heat vs. Orlanda Magic bei zwei der besten Spieler Dwyane Wade von Miami und Dwight Howard (mehr Schulterkoloss als Mensch) aufeinandertrafen. Das Spiel ging sogar in Verlängerung, nachdem Miami einen hohen Rückstand in den letzten Minuten und Sekunden noch aufholte.
Hier noch ein paar Bilder um euch einen Eindruck von den paradisischen Verhältnissen zu geben, die wir dort genossen haben.

Freitag, 26. März 2010

Springbreak

Nach einer längeren Pause meld ich mich mal wieder, aber dafür gibts jetz viel zu erzähln. Am besten fang ich mit dem Snowboarden in Santa Fe kurz vor der Frühlingspause an. Da ich beim letzten mal als wir dort warn, noch mit meinem Bänderriss zu schaffen hatte und sich ein Zusammenstoß mit meinem durchaus kräftigen Mitbewohner net wirklich positiv ausgewirkt hat, hatte ich dieses mal einen Freipass, der mir beim letzten mal erstattet wurde.
Hier ein Bild meines amerikanischen Mitbewohners, nach einem gekonnten Facebutter in Wolf Creek

Und es gibt nix besseres als bei besten Pulverschnee umsonst zu snowboarden...naja fast nix (Des is für dich Flo)
Santa Fe ist ein Skigebiet in New Mexico und nur 1,5 stunden von Albuquerque entfernt und anscheinend hab ich wirklich Glück gehabt mit dem Winter dieses Jahr, da wirklich jedes Skigebiet hier Unmengen an Schnee hat, der sich dank der trockenen Luft auch noch deutlich länger hält als in der Schweiz oda Österreich. Santa Fe ist ähnlich zu Wolf Creek, also nicht wirklich groß, aber hat dafür wirklich schöne Abfahrten abseits der markierten Piste...die hier auch nicht wirklich markiert sind. Haben uns also unsere eigenen Wege durch Bäume und vorbei an Felsen gebahnt. Meine 180s (für die franken "wonäidies") funzen mittlerweile ziemlich gut, sogar in beide richtungen :) Hab mich auch paarmal am 360 "drisiggsti" probiert, aber des is scho immer genauso in die Hose gegangen,wie einige Hände voll Schnee. Was Santa Fe aber deutlich auszeichnet is der unglaubliche Blick, den man vom Lift und den Pisten genießen kann. Bilder folgen demnächst, sind noch auf ner andern Kamera.
Quasi direkt aus dem Schnee gings dann in die Maschine nach Dallas, unserer ersten Station auf unserem Springbreak-Trip. Mit uns meine ich hier meinen anderen Mitbewohner Josh aus England. Auf dem folgenden Foto ist er beim Doppel-Rollstuhl-Balancieren, eine der schwierigsten Disziplinen der Albuquerque Wheelchair Olymics zu sehen.

Den Rollstuhl haben wir immernoch, ursprünglich hatten wir ihn von Freunden wegen meines Bänderrisses ausgeliehen, dass ich nich immer mit Krücken im Haus rumhumpeln musste, doch mittlerweile ist er festes Einrichungsstück geworden.
Aber zurück zu Dallas. Der erste eindruck in Dallas war totale Verwirrung, da der Flughafen riesig ist unds die Amis leider net so mit Beschilderung und scho garnicht mit Beschilderung zu öffentlichen Verkehrsmitteln ham. Aber wir warn auch froh angekommen zu sein, da Josh auf dem Weg zum Flughafen seinen Führerschein vergessen hatte, er war sich natürlich sicher, dass man nur den Führerschein und nicht seinen Pass zum Fliegen braucht. Also hatten wir um 5.30 am morgen, oda besser mitten in der Nacht, ein bisschen Hektik. Es stellte sich aber heraus, dass wir Glück im Unglück hatten und Josh der Führerschein nicht gereicht hätte und wir ihn glücklicherweise dazu gezwungen haben auch seinen Pass mitzunehmen. Unsere erste Aktion, als wir im Hostel in Dallas angekommen war erstmal 3 stunden zu schlafen.
Muss jetz leider los, deshalb gibts die Erklärung warum wir so müde warn in Dallas ( war nicht nur das frühe aufstehn) und die Highlights aus Miami beim nächsten mal

Dienstag, 26. Januar 2010

Krückenfrei

Heute habe ich endlich die Bestätigung von meim Arzt bekommen, dass ich die Krücken nimmer brauch. Nachdem ich gestern von einigen meiner Freunde immerwieder vom rumlaufen bei uns daheim zurückgehalten werden musste, da mir keiner geglaubt hat, dass der Fuß nicht mehr wirklich wehtut. In den nächsten Tagen kann ich dann vom Rollstuhlsport, den wir in den letzten Tagen bei uns daheim trainiert haben, wieder zu richtigem Sport oda zumindest zu ein paar Bahnen im Schwimmbecken zurückkehren. Ich halte jedoch immernoch den Rekord für 4 mal durchs Wohnzimmer inklusive Drehungen auf nur 2 Rädern in unter 17 sekunden
Es geht auf jeden Fall aufwärts, die einizige Sorge die wir grade haben, ist, dass die Kumpels von denen wir den Rollstuhl ausgeliehen haben, ihn bald wieder für sich beanspruchen.
Für meinen Geburtstag hatte ich erst geplant mit ein paar Freunden in einem Restaurant zu Abend zu essen. Da die Restaurants hier jedoch entweder wirklich teuer oda mehr oder weniger Fast-Food-Ketten sind, haben wir dann entschieden ein paar gute Meeresfrüchte zu kaufen und die daheim zuzubereiten. Josh, unser neuer Mitbewohner ist außerdem ein wirklich guter Koch, was das Essen gestern zu einem richtigen Festmahl hat werden lassen. Als Vorspeise gabe es Muscheln in Weißweinsoße mit Knoblauchbaguette, danach frittierte Scampi mit Knoblauch-Mayonese zum Dippen. Hauptgericht waren Scallops ( sind glaub ich auch ne Art von Muscheln) in Knoblauch-Sahne Soße, mit Kartoffeln und Bohnen und Salat.
Wir waren alle wirklich unglaublich vollgefressen!
Am Freitag wird is dann aber Ende mit der Gemütlichkeit, dann wird unser Haus zum ersten Mal auf Partystandhaftigkeit geprüft. Werd danach auch sicherlich ein paar Bilder hochladen.
Bis dahin

Freitag, 22. Januar 2010

Erstes Mal auf Krücken

Pünktlich zum Semesteranfang hat sich mein linker Fuß überlegt, wie er mich am meisten nerven könnte und nach längerem Überlegen ist ihm anscheinend ein Bänderriss eingefallen. Also ich bin nicht ganz sicher ob die Bänder wirklich durchgerissen sind oder nur angerissen, der Arzt war da nicht so aufklärungsfreudig. Bin jetz auf Mittelalterkrücken unterwegs, die bis hoch unter die Achseln gehn. Bin ziemlich genervt, da ich mich dieses Semester so auf meine Sportkurse (Kung Fu und Volleyball) und auf Fussball und Basketballspielen gefreut hab, was dieses semester besonders einfach gewesen wäre, da wir jetz sehr nah an der Uni wohnen. Allerdings bin ich immernoch froh, dass wir so nah wohnen, da ich mir nicht vorstellen kann, wie ich von unserer alten Wohnung zur Uni gekommen wäre. Jetz bin ich zwar immernoch 15-20 min mit den Krücken unterwegs, aber es ist auf jeden fall machbar.
Verletzt habe ich mich beim Basketballspielen, als ich bei einem Rebound auf dem Fuß meines Gegenspielers gelandet bin und den Fuß schön zur Seite umgebogen hab. Der Arzt hat gemeint, dass es 8-12 wochen bis zur vollständigen Genesung dauern wird, aber ich hoff einfach mal, dass es doch ein bisschen schneller geht. Hier noch ein paar Bilder von meinem wunderschönen Fuß

Samstag, 9. Januar 2010

San Diego

Nachdem ich schon so viel von Leuten hier und vom Niko über San Diego gehört hab, blieb mir quasi keine andere Wahl, als mir die Stadt selber mal anzuschauen. Glücklicherweise hatten wir auch von 19. Dezember bis 19. Januar keine Uni, also blieb mir genug Zeit um ne ausgiebige Reise zu unternehmen. Da Niko das Motto "Weniger planen bringt Glück" vertritt, war bis zu letzt nicht wirklich klar, wann wir uns denn wo treffen. Aber seine Einstellung hat sich bewahrtheitet, da wir uns in Phoenix auf halbem Weg treffen konnten und mich der ganze Weg nach San Diego somit nur nen Appel und Ei gekostet hat, und obendrauf hab ich auch einen kleinen Eindruck von Phoenix bekommen.
Zusammen mit Niko und seinen Mitbewohner hab ich dann auch Weihnachten und Silvester verbracht. Dieses Weihnachten war glaub ich das unbesinnlichste, was ich jemals hatte, was allerdings nicht schlimm war, denn wo bekommt man sonst die Gelegenheit an Weihnachten im Meer baden zu gehn. Das Wasser war zwar eiskalt und ich musste mir die ganze Zeit vom Niko in seinem kuschlig warmen Neoprenanzug anhörn, was ich doch für ne Memme bin, andererseits hätten ihn jedoch auch keine 10 Pferde dazu gebracht den Anzug mit mir zu tauschen...
San Diego ist wirklich eine der schönsten Städte in denen ich bis jetz war. Überall herrscht der lockere California Lebensstil, die Stadt ist gepflastert mit Palmen und die Sonnenuntergänge waren ein unglaubliches Farbenmeer.
Im Laufe meines Besuchs habe ich auch mal probiert zu Surfen und meine Bewunderung für jeden der auf diesen wackeligen Brettern aufstehen kann ist dadurch wirklich gestiegen. Für mich war die Motivation jedoch nicht groß genug um wirklich in den Sport einzusteigen, da es mir nach zu viel Anstrengung aussieht nur um mal kurz auf der Welle zu stehn und mir auch das Meer in nährere Umgebung zu Albuquerque fehlt um regelmäßig üben zu gehen.
Alles in Allem war es aber ein toller Winterurlaub und morgen gehts für mich wieder zum "Schneesurfen" mit meinem neuen Snowboard, was mir eindeutig leichter fällt als das Surfen im Meer.




Dienstag, 1. Dezember 2009

Thanksgiving Snowboarden










Da wir wegen Thanksgiving ein langes Wochenende hatten mussten wir natürlich irgendwas unternehmen. Ursprünglich war geplant der Kälte die sich auch hier mittlerweile eingeschlichen hat zu entkommen und nach Mexiko zu fahren. Allerdings hat sich bald herausgestellt, dass wir auch alle ziemlich snowboard und skiverrückt sind, weshalb wir dann auch einen ski-trip nach Wolf Creek in Colorado geplant haben. Der Plan war am Donnerstag morgen um 5 Uhr loszufahren um dann nach 4 stündiger fahrt noch genug zeit zum snowboarden zu haben. Leider haben wir nicht mit der spanischen Gemütlichkeit und Verplantheit gerechnet. Unsere Fahrerin Tatiana aus Madrid hat nicht nur ihren Wecker überhört sondern obendrein nach schon 20min verpätung noch ihre stunde zum fertigmachen gebraucht. War im endeffekt aber auch nicht schlimm, sind dann zwar um 12 erst angekommen, aber konnten noch einen Halbtagespass lösen und volle 4 stunden boarden. Der Schnee war die ersten paar tage gut, jedoch ein bisschen knapp bemessen. Am Sonntag hatten wir jedoch das glück auf 8-10 cm frischen Pulverschnee zu gleiten.
Unsere Unterkunft war nur ein paar Minuten vom Skigebiet entfernt und sehr gemütlich, nicht nur weil wir 9 Leute in einer Hütte warn, die maximal für 8 ausgelegt ist. Wir hatten einen offenen Gasoven, quasi einen offenen Kamin hinter Glas, der uns ordentlich eingeheizt hat und direkt vor der Tür einen Jakuzzi, der perfekt zum Entspannen nach einem langen Tag auf der Piste war. Am ersten Abend warn wir noch ein bisschen stümperhaft und haben nicht bedacht, dass das Wasser, das aus dem Jakuzzi spritzt ja vielleicht auf unsere Klamotten kommen könnte. Weil es dann auch wirklich kalt wurde, hatten wir nicht nur gefrorene Haare während wir im Jakuzzi saßen, sondern auch steif gefrorene T-Shirts und Schuhe.
Wolf Creek hatte neben normalen präperierten Pisten auch noch einen Lift zu bieten, der ein bisschen abseits zu ein paar Waldabfahrten geführt hat. Die ersten paar Tage war der Schnee zu schwer um das wirklich genießen zu können, doch am letzten tag hatten wir dort einen heidenspaß, nicht nur weil einige witzige Stunts und Unfälle dabeiwaren.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Schnee in der Wüste!


Also irgendwie gehts hier mitm Wetter schneller als daheim. Vor weniger als einer woche hatten wir noch 21 Grad und strahlenden Sonnenschein und heute das! Gottseidank ist unser Fussballspiel für heut Abend abgesagt worden, da ich ich mich danach nicht wirklich hätte aufwärmen können, da unsere Zentralheizung noch nicht angestellt ist. Eigentlich hab ich ja gedacht, ich könnt mich weng über die Leute lustig machen, die nach Schweden oder Norwegen gegangen sind und dort in der Kälte hocken, aber jetz hats mich selbst erwischt.
Bin mal gespannt ob morgen überhaupt Uni ist, Gerüchten zufolge fallen die Kurse nämlich aus, sobald ein bisschen Schnee auf der Straße liegen bleibt....zu Recht!!
Fühl mich gerade ein wenig an letztes Jahr erinnert, als der Warmwasserboiler in unserer WG kaputtgegangen ist und wir deshalb 2 wochen in der Kälte saßen. Immerhin hab ich diesmal aber heißes wasser und die Hoffnung, dass morgen früh vielleicht schon wohlige Wärme in mein Zimmer zurückfindet. Bin außerdem sehr glücklich, dass ich gestern meine Wintereinkäufe (Handschuhe, Mütze usw.) erledigt habe und somit auch für weitere Schneeattacken, die mich dann vielleicht auf offener Straße erwarten, gewabnet bin.