Dienstag, 1. Dezember 2009

Thanksgiving Snowboarden










Da wir wegen Thanksgiving ein langes Wochenende hatten mussten wir natürlich irgendwas unternehmen. Ursprünglich war geplant der Kälte die sich auch hier mittlerweile eingeschlichen hat zu entkommen und nach Mexiko zu fahren. Allerdings hat sich bald herausgestellt, dass wir auch alle ziemlich snowboard und skiverrückt sind, weshalb wir dann auch einen ski-trip nach Wolf Creek in Colorado geplant haben. Der Plan war am Donnerstag morgen um 5 Uhr loszufahren um dann nach 4 stündiger fahrt noch genug zeit zum snowboarden zu haben. Leider haben wir nicht mit der spanischen Gemütlichkeit und Verplantheit gerechnet. Unsere Fahrerin Tatiana aus Madrid hat nicht nur ihren Wecker überhört sondern obendrein nach schon 20min verpätung noch ihre stunde zum fertigmachen gebraucht. War im endeffekt aber auch nicht schlimm, sind dann zwar um 12 erst angekommen, aber konnten noch einen Halbtagespass lösen und volle 4 stunden boarden. Der Schnee war die ersten paar tage gut, jedoch ein bisschen knapp bemessen. Am Sonntag hatten wir jedoch das glück auf 8-10 cm frischen Pulverschnee zu gleiten.
Unsere Unterkunft war nur ein paar Minuten vom Skigebiet entfernt und sehr gemütlich, nicht nur weil wir 9 Leute in einer Hütte warn, die maximal für 8 ausgelegt ist. Wir hatten einen offenen Gasoven, quasi einen offenen Kamin hinter Glas, der uns ordentlich eingeheizt hat und direkt vor der Tür einen Jakuzzi, der perfekt zum Entspannen nach einem langen Tag auf der Piste war. Am ersten Abend warn wir noch ein bisschen stümperhaft und haben nicht bedacht, dass das Wasser, das aus dem Jakuzzi spritzt ja vielleicht auf unsere Klamotten kommen könnte. Weil es dann auch wirklich kalt wurde, hatten wir nicht nur gefrorene Haare während wir im Jakuzzi saßen, sondern auch steif gefrorene T-Shirts und Schuhe.
Wolf Creek hatte neben normalen präperierten Pisten auch noch einen Lift zu bieten, der ein bisschen abseits zu ein paar Waldabfahrten geführt hat. Die ersten paar Tage war der Schnee zu schwer um das wirklich genießen zu können, doch am letzten tag hatten wir dort einen heidenspaß, nicht nur weil einige witzige Stunts und Unfälle dabeiwaren.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Schnee in der Wüste!


Also irgendwie gehts hier mitm Wetter schneller als daheim. Vor weniger als einer woche hatten wir noch 21 Grad und strahlenden Sonnenschein und heute das! Gottseidank ist unser Fussballspiel für heut Abend abgesagt worden, da ich ich mich danach nicht wirklich hätte aufwärmen können, da unsere Zentralheizung noch nicht angestellt ist. Eigentlich hab ich ja gedacht, ich könnt mich weng über die Leute lustig machen, die nach Schweden oder Norwegen gegangen sind und dort in der Kälte hocken, aber jetz hats mich selbst erwischt.
Bin mal gespannt ob morgen überhaupt Uni ist, Gerüchten zufolge fallen die Kurse nämlich aus, sobald ein bisschen Schnee auf der Straße liegen bleibt....zu Recht!!
Fühl mich gerade ein wenig an letztes Jahr erinnert, als der Warmwasserboiler in unserer WG kaputtgegangen ist und wir deshalb 2 wochen in der Kälte saßen. Immerhin hab ich diesmal aber heißes wasser und die Hoffnung, dass morgen früh vielleicht schon wohlige Wärme in mein Zimmer zurückfindet. Bin außerdem sehr glücklich, dass ich gestern meine Wintereinkäufe (Handschuhe, Mütze usw.) erledigt habe und somit auch für weitere Schneeattacken, die mich dann vielleicht auf offener Straße erwarten, gewabnet bin.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Fotos












Fall Break

Da unser letztes Wochenende wegen unerfindlichen Gründen von Donnerstag bis Sonntag ging, haben ein Kumpel uns ich uns auf eine lange Reise durch Süd-West Amerika gemacht. Los gings um 10 Uhr morgens in Albuquerque mit seinem Porsche Cabrio und vollgepackt mit Sandwiches, Nachos und sonstigen Reiseutensilien ab auf die Highways. Alle Gerüchte über amerikanische Highways sind wahr, ich habe noch nie so unendlich lange gerade Straßen gesehn. Wenn man erst mal auf dem Highway oder einer Interstate ist, heißt es einfach Tempomat an und Lenkrad zwischen die Beine klemmen. Dann könnte man mit Leichtigkeit die Herr der Ringe Bücher lesen oder alle Starwars Filme schaun um dann nach vorgegebener Zeit vom Highway zum geplanten Ziel abzubiegen.
Wenigstens sind wir während der Hinfahrt tagsüber gefahren und hatten bei hervorragendem Wetter eine unglaubliche Aussicht auf wunderschöne felsige Wüstenlandschaften. Außerdem waren wir ja auch in einem Porsche unterwegs, was die Fahrt ein bisschen spannender gemacht hat.
Unser erstes Ziel war das Monument Valley in Utah. Sind auch perfekt zur Nachmittagszeit angekommen als das Licht auf die Felsen schon recht tief eingefallen ist. Unser einziges Problem war jedoch, dass das Monument Valley auf Navajo-Land liegt, also auf Indianerland. Die Navajo fahren sowieso alle Pick-Up Trucks deshalb haben sie es wohl nicht für nötig erachtet die Straßen innerhalb des Monument Valley zu teeren. Unser einziger Ausweg war nun mit dem Porsche Off-Road zu gehn. In dem Moment war ich das erste mal froh, dass es nicht mein Sportwagen war, aber Dominic hat die Sache gut gemeistert und wir sind ohne große Aufsetzer oder Steckenbleiben im Sand durch die Felsen gedüst. Natürlich sind wir auch mit offenem Verdeck gefahren was zur Folge hatte, dass der Innenraum mit einer millimeterdicken Staubschicht bedeckt war. Nach unserem Trip ist uns klar geworden, dass wir wohl im einzigen Porsche der Welt gesessen haben, der diese Route hinter sich hat und wohl auch der einzige der sie jemals hinter sich haben wird.
Haben dann natürlich dann noch den Sonnenuntergang genossen, der die Felsen wirklich hat strahlen lassen. Am Abend sind wir dann in einem Motel in der Nähe untergekommen und haben in einem Open-Air-BBQ restaurant gegessen.
Am nächsten Tag gings dann weiter Richtung Zion National Park. Leider hatten wir nicht genug Bargeld bei uns um die Antalope Schlucht zu besichtigen ($26 pro Person ist auch ein bisschen skandalös) aber wurden dafür mit einem herrlich blauen Himmel im National Park entschädigt.
Mit seinen flach abfallenden Felsen, den in Herbstfarben strahlenden Bäumen und dem schon erwähnten strahlenden Sonnenschein, kam es einem wie im Paradis vor.
Am Freitag Abend wollten wir noch den Sonnenuntergang im "Valley of Fire", welches bei tiefstehender Sonne geradezu brennen soll vorbeischauen, haben die Sonne jedoch um Minuten verpasst. Nugegebenermaßen auch auf Grund meiner sonst präzisen Wegbeschreibung (hatten leider auch nur ein paar Ausdrücke von Google-Maps)
Immerhin hatte Dominik jedoch dann endlich mal ein paar kurvenreichere Straßen um den Porsche auszufahren. Später sind wir dann ins, in dunkelster Nacht hell erstrahlende, Las Vegas eingefahren. Die Fahrt auf dem "Strip", dem Las Vegas Boulevard, war eine Überflutung der Sinne. Grelle Farben, Bildschirme und sonstige Attraktionen überall!
Wir hatten uns ein Zimmer in einem Hostel in der Nähe des Strips gebucht, hätten jedoch lieber ein Hotel am Strip buchen sollen, da das Hostel wirklich nicht in der besten Gegend lag. Waren jeden Abend froh, als wir unbeschadet wieder im Hostel angekommen sind.
Am Freitag Abend haben wir uns dann noch mit ein paar anderen Studenten aus Albuquerque getroffen, die auch in Las Vegas waren und sind in ein paar Hotelbars und Casinos gegangen. Mein Ziel war eigentlich nur einmal einen größeren Betrag am Roullette auf rot oder schwarz zu setzen aber sind dann letztendlich nur bei den billigen Automaten hängengeblieben, was im nachhinein betrachtet vielleicht auch besser war.
Am Samstag sind wir dann ein bisschen in der Stadt rumgefahren und sind shoppen gegangen. Gab dort ein riesiges Outletcenter. Levis Jeans ab $20 und einzelne Quicksilver, Element, Billabong, Adidas und Volcom Geschäfte, die oft Angebote wie 3 T-Shirts für $30 oder ähnliches hatten. Hab mir dann gleich mal ne Hose für den Abend und nen schwarzen Gürtel gekauft.
Samstag Abend sind wir dann im Club "Pure" des Ceasar's Palace gelandet. Allein der Weg dorthin durch das riesige Casino war schon ein Erlebnis für sich. Wir waren um ungefähr 23.15 Uhr in der Schlange und bis 12 uhr war freier Eintritt. Aber wie eigentlich zu erwarten haben sie bis 23.59 alle 10min eine Person reingelassen und nach 12 einfach durchgewunken. Zu unserer Überraschung war aber ein relativ bekannter Hiphop Artist im Club, der dann auch gleich mal ein paar Lieder zum Besten gegeben hat. Haben dann im Club noch alle anderen Studenten aus Abq getroffen, sicherlich 20 Leut und mit denen abgefeiert.
Um 4 hat der Club dann leider die Schotten dicht gemacht und wir sind dann auch recht zügig wieder zurück zum Hostel. Kumpel von uns aus Österreich wollte uns zwar noch überreden mit in einen Strip-Club zu gehen, aber dafür hat dann weder die Zeit noch das Geld gereicht.
Heimwärts gings dann über den Hoover Damm, den zweitgrößten Damm der Welt. Einigen wohl bekannt aus "Transformers". Dazu is eigentlich nur zu sagen, dass es wirklich ein Riesentrumm is.
Warn dann am Sonntag abend auch heilfroh endlich alle Highways hinter uns gelassen zu haben, da die Fahrt im Dunkeln doch sehr die Müdigkeit aufkommen lässt.
Unten seht ihr noch ein paar Bilder von den ganzen Stationen unserer Reise.
Im Lauf der Woche ist derzeit erstmal nichts geplant außer Uni, am Wochenende gehts dann aber wieder zum Tailgaten (dem BBQ und Warm-Up vor einem Footballspiel) fürs Homecoming. Homecoming ist hier in den Staaten eine Tradition, die alle Highschools und Universitäten zelebrieren, nachdem die jeweilige Footballmannschaft einige Spiele auswärts hatte, um dann wieder "heimzukehren". Ich bin ja mal gespannt...

Montag, 12. Oktober 2009

Camping


Bar in Abq


Bilder vom Sonnenuntergangs Trip


Wochenende

Nach diesem Wochenende bräucht ich eigentlich erst mal ne Woche Urlaub. Naja Wochenende ist eigentlich auch ein bisschen untertrieben...eigentlich hat die Feierei schon am Donnerstag angefangen. Alyssa, eine Halbbrasilianerin(auf einem der Fotos zu sehen) die aber hier ganz normal studiert ist 21 geworden, was hier den Beginn des eigentlichen Lebens außerhalb der eigenen vier Wände darstellt. Unter 21 kann man in den USA keine Alkohol trinken und deswegen lassen einen die Clubs oder Bars von vornherein schon nicht rein. Sind deshalb also mit ihr zum ersten durch die Bars und Clubs von Abq gezogen. Dort haben wir dann noch einige andere internationale Studis getroffen, bis wir dann eine 15 oder 20 köpfige Gruppe warn und gut Party gemacht ham. Naja leider machen die Clubs hier schon um 2 uhr dicht, weshalb wir Sie, auf Grund ausreichendem Alkoholkonsums bereits ziemlich müde, daheim abgeliefert ham und mit ihrer österreichischen Mitbewohnerin Claudia noch zu anderen Österreichen nach Hause gegangen sind. Dort ham wir dann auch die, sich überall rumtreibenden, Franzosen getroffen und noch ein bisschen After-Hour party gemacht.
Naja habs dann auf Grund der Kälte, naja vllt gabs noch andere Gründe, nimmer nach Hause geschafft und bei Alyssa und Claudia auf der Couch übernachtet. Als ich am nächsten morgen in meiner Schlafposition aufgewacht bin, war es für mich unvorstellbar, dass ich wirklich so schlafen konnte. Hab auch schö alle meine Kurse geschwänzt am Freitag, um wenigstens meine Einkäufe fürs Camping zu erledigen. Beides hätte eindeutig zu viel Aufwand bedeutet.
Am Freitag gegen 5 uhr haben mich dann die Zimmernachbarn der Franzosen abgeholt und wir haben uns auf den weg zu den heißen Quellen nördlich von Abq gemacht. Als ich von dem Campen erfahrn habe, hat sich irgendwie der Gedanke in meinem Kopf breit gemacht, dass wir auf einen Campingplatz gehen. Nix da! Sind einfach an einem gewissen Punkt in den Wald abgebogen. Ich mein hier hat jeder entweder nen Jeep oder Truck, von daher ist das kein Problem. Und haben dann ein paar 100meter neben der Straße unser Lager aufgeschlagen. Es hat sich dann später rausgestellt, dass die mit denen wir da unterwegs waren, wohl öfter an der Stelle campen und deshalb war schon eine Feuerstelle hergerichtet. Mir war scho ziemlich mulmig in dem furztrockenen Wald ein Feuer zu machen, aber irgendwann wurds dann sooo kalt, dass wirs ohne auch einfach net ausgehalten hätten. Wüstenklima halt.
Haben dann gemütlich Zelte aufgebaut und die ersten Bierchen gezischt. Nach ca 2 Stunden is dann auch endlich noch ein anderen Kumpel von uns angekommen, der von den Amis ne unglaublich schlechte Wegbeschreibung bekommen hat und deshalb noch paar andere Ecken in New Mexico erkundet hat.
Gegen Mitternacht sind wir dann zu den heißen Quellen aufgebrochen. Jeder hatte zwar seine Badehose dabei, doch bei den Temperaturen die da im Wald geherrscht ham, konnte sich keiner von uns wirklich vorstellen sich umzuziehen und ins Wasser zu steigen. Sind ein paar Meilen mit dem Auto gefahren, doch die letzten Meter waren dann zu Fuß einen Berg besteigend.
Einige hatten schon Probleme beim raufklettern und wir hatten noch ein paar Bier für die Quellen dabei, könnt euch also vorstellen, dass wir alle heilfroh waren, als alle wieder gesund unten angekommen sind. Aber mehr zu den Quellen: Ich glaube ich war noch nie so entspannt in meinem ganzen Leben. Es war stockdunkel und mitten im Wald, ihr könnt euch garnicht vorstellen wie viele Sterne wir gesehen haben. Wir waren für mindestens 2 Stunden ein den Quellen gesessen, haben unsere Bier vernichtet und den Ausblick und die Wärme genossen. Auf dem Rückweg kann ich mich noch mehr oder weniger an die Überquerung eines liegenden Baumstammes erinnern über den wir beim Hinweg nicht geklettert sind, aber naja. Wir sind alle wieder unten angekommen. Am nächsten Tag waren wir dann noch ein Weilchen ums Feuer gesessen und haben die frische Luft und die Natur im Allgemeinen genossen.
Wieder zurück in Albuquerque konnte ich mir erstmal nicht vorstellen am Abend wieder feiern zu gehn, aber dann kam eins zum andern und schwupps war ich wieder auf ner Party. War ne Verkleidungsparty von ein paar Norwegerinnen, von dem Verkleiden haben wir allerdings erst dort erfahren...
Naja gestern hab ich dann auch mal ein bisschen was für die Uni gemacht und mich daheim entspannt. Außerdem hab ich mal einen Blick auf mein Konto geworfen, was ich besser hätte lassen sollen. Insbesondere da es nächstes Wochenende nach Las Vegas geht. Natürlich standesgemäß im Porsche von nem Kumpel. Morgen gehts an die genaue Planung für den Trip, vllt is auch noch ein bisschen Grand Canyon gucken drin.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Sonnenuntergang

Heute wollten wir mit einigen Leuten den Berg neben Albuquerque hochfahrn und oben Picknick machen. Grad is des größte Heißluftballon Festival der Welt in Abq und normalerweise beleuchten se die Heißluftballons abends am Boden, des wollten wir auch aus ner gewissen Entfernung betrachten. Naja haben uns recht zeitig auf nem Parkplatz getroffen und hatten 2 Autos, den wirklich abgef*ckten Buick meines Mitbewohners, den ich fahren wollte und den Porsche von nem Kumpel. Ja....ich kenn wirklich jemanden, der sich hier nen Porsche gekauft hat, obwohl er nur nen Jahr hier is, geiles Teil!
Naja mein Mitbewohner hat dann aber nach ner Weile nochmal angerufen und gemeint ich sollte sein Auto vllt doch nicht irgendwelche Berge hochdüsen, weils beim letzten mal schon verdächtig nach Öl gerochen hat. AAAlso wieder zurück zum Parkplatz und Autos getauscht. Mittlerweile war unser Zeitpuffer schon um einiges geschrumpft. Zu allem Überfluss war dann natürlich auch noch nen lahmer Ami vor uns, als wir die Serpentinen hochgefahrn sind und das getauschte Auto hatte geschätzte 5PS so dass wir auch net am Schneckenami vorbeigekommen sind.
Langer Rede kurzer Sinn, haben den Sonnenuntergang knapp verpasst und Ballons waren wegen dem Wind auch net zu sehn. Oben auf dem Berg wars soo windig, dass ich mir zum ersten mal gewünscht hab des Gewicht von nem echten Ami zu ham um net wegzufliegen.
War aber trotzalledem kein totaler Reinfall, hatten noch ne sehr schön leuchtenden Himmel und auch Ausblick auf Abq bei Nacht, was wie jede Amerikanische Stadt hell erleutchtet war.
Für Picknick wars ganz oben aber eindeutig zu windig und deshalb sind wir dann wieder n Stückle runtgefahrn und haben dort im Scheinwerferlicht unserer Autos und mit Musik aus deren Lautsprechern unsere restlichen Essensmitbringsel vernichtet. Hatten auch noch einige Deutsch-Französische Sticheleien, was durchaus amüsant war. Über die Franzosen kamma aber auch einfach zu leicht Witze machen :D
Naja beim nächsten mal mach mer den Zeitpuffer noch weng größer und dann wirds sicherlich noch beeidruckender, damits noch witziger wird, müss mer uns aber anstrengen.

Dienstag, 6. Oktober 2009

So weiter gehts

Kann ja auch mal das ein oder andere Wort über die Uni hier verlieren. Was wirklich ein riesiger Fortschritt zur Uni in Heidelberg sind die Sportanlagen. Das Johnson Center, in dem sich alle Indoor sportanlangen befinden ist genau auf dem Campus und für $15 pro jahr, bekommt man seinen eigenen Locker. Ich muss also nur noch t-shirt und kurze hose mit zur uni nehmen und dann kann ich alle sportarten machen die ich will und die Hallen hier sind wirklich beeindruckend. Ich hab sowieso jeden tag entweder Fussball oder Volleyball und danach geh ich oft noch schwimmen oda paar körbe werfen. Muss mir also keine Gedanken machen, dass ich zu fett werd vom vielen Burgerfuttern.
Ansonsten is die Uni auch zufriedenstellend. Was mir nen bisschen fehlt is ne normale, kostengünstige Mensa. Hier kamma sich halt Sandwiches, Pizza oda Burger kaufen. Nach meiner Fussballklasse geh ich aber meinstens mit ein paar Franzosen in der Mensa der Wohnheime essen. Würde mich normalerweise $8 kosten, aber die ham gottseidank 10 Gastessen auf ihrer Karte, von denen ich schon einige aufgebraucht hab.
Meine Kurse an der Uni sind zugegebenermaßen recht chillig. Des meiste is nur Wiederholung von Sachen die wir in Heidelberg schon gemacht haben. Hab auch ziemliches Glück mit meinen Professoren gehabt, andere Physiker ham unfassbar, und mit Deutschland unvergleichbar viele Hausaufgaben. Ich mach zwar auch was für die Uni, hab aber genug Zeit mich auch anderweitig zu amüsieren.
Eine dieser Ablenkungen von universitären Anstrengungen is natürlich feiern. Clubs gibts leider in Abq net wirklich viele und die in denen wir bisher waren, ham mich auch net wirklich umgehaun. Außerdem sind viele von den internationalen Studis noch net 21 was die ganze Sache zusätzlich verkompliziert, weil die Amis da wirklich keinen Spass verstehn. Wenn man unter 21 is und mit Alkohol erwischt wird, bekommt man ernsthaften Ärger mit den Cops.
Aber glücklicherweise gibts in Amerika ja Hauspartys. Und ja, die sind wirklich so wie mans aus den Filmen kennt. Der Gastgeber kennt vllt 10% der Leute die dort sind und die Häuser sind vollgestopft bis obenhin. Das einzige Problem hier ist die in ganz Abq gefürchtete "Partypatrol". Die Partypatrol ist eine Polizeieinheit, welche einzig und allein die Aufgabe hat Hauspartys aufzulösen und eventuell auch Leute unter 21 die sich dort befunden haben, festzunehmen. Die meisten Partys hier dauern also nur ein bis zwei stunden, aber danach sucht man sich einfach die nächste Party, ist also schon okay. Aber nocheinmal zur Partypatrol. Das sind nicht eine Hand voll Cops die auf die Party kommen und sagen, dass man sie schließen soll. Die Partypatrol hat die Erlaubnis die Party zu stürmen und mein mitbewohner hat mir schon von Partys erzählt, die mit 10 Polizeiautos umstellt waren. Außerdem hat die PP auch einen Helikopter, um Partys ausfindig zu machen. Meiner Ansicht nach ist das einer der bemitleidenswertesten Tatsachen die ich bisher in Amerika gehört habe. Aber keine Angst...wir werden der PP auch weiterhin ein Schnippchen schlagen, MUAHAHAAHH

Ein paar von den internationalen Studis und Ich in Taos



Albuquerque

Als ich im Flugzeug von Dallas nach Albuquerque gesessen habe, konnte ich mit eigenen Augen sehen, was die Leute damit meinen, dass Abq "mitten in der Wüste liegt". Anfangs dachte ich ja, dass wäre eine Übertreiben, aber das ist wirklich die beste Beschreibung. Wenn man aus Abq rausfährt, ist man im einen Moment noch in einem beschaulichen Vorort im nächsten aber auf einer Straße wo sich nach links und rechts unendliche Weiten an vegetationslosem Boden erstrecken. Gottseidank haben wir jedoch auch einige richtig hohe Berge in der näheren Umgebung, so dass die Landschaft doch ein bisschen mehr zu bieten hat. Aber was an Vegetationsvielfalt eventuell fehlt, machen allein die Sonnenuntergänge schon wieder wett. Wenn bei uns daheim ein kleiner Teil des Himmels orange oder lila wird, wenn die Sonne untergeht, ist hier ungefähr der halbe Himmel in irgendwelche rot-orange-lila töne gefärbt.
Naja jetz aber genug der Natur und mal zu dem Leuten. Mein Mitbewohner, ein 29-jähriger amerikanischer Physikstudent is wirklich locker. Wir haben glaub ich, wenn es um Filme und Cartoons geht den gleichen Humor und uns zum Ziel gesteckt, dass wir den Film "Stepbrothers" (mit Will Farell) den er sich auf DVD gekauft hat, auswendig lernen, solange ich noch da bin. Lieblingszitate an dieser Stelle "haha this joke is so old, the last time i heard it i laughed so hard i fell off my dinosaur" oder "I would never have believed to see my own son using a bycicle as a weapon and screaming rape at the top of his voice".
Sonst muss ich zugeben hänge ich nicht mit zuuu vielen Amis rum, sondern mehr mit den andern internationalen Studenten...hauptsächlich denen aus England, sind einfach die witzigsten!
Hab die meisten während unserer zwei Ausflüge einerseits zum schon erwähnten Berg neben Albuquerque und andererseits nach Taos, einer Stadt im Norden New Mexicos kennengelernt.
Der Berg, Sandia Peak ist 3000 meter hoch (ihr versteht ja was ich mit metern meine, im gegensatz zu den Amis hier....pfff ) und wir sind mit der längesten Seilbahn der Welt hochgefahren. Ach ja, die Höhe Abq sollte auch noch erwähnt werden, die Stadt selbst liegt nämlich schon auf 1600m, was die sportlichen Aktivitäten hier zu Beginn meines Besuches doch erheblich eingeschränkt hat. Mehr als ein Sprint pro Fussballspiel war am Anfang einfach net drin! Aber jetz hat sich des scho gelegt und ich kanns kaum erwarten was für ne Kondition ich erst daheim ham werd. Wo war ich...ach ja die Ausflüge. In Taos waren wir um die 70 internationale Studies und hatten ne ganze Jugendherberge für uns. Haben auf dem Weg auch noch Halt in Santa Fe, der Hauptstadt New Mexicos gemacht. Dort hatte man das gefühl in einer Art Disney Land zu sein, weil alle Gebäude im Pueble oder Adobe Stil gebaut sind, ich versprech ich stell auch bald mal Bilder hoch.
Naja jetz muss ich aber auch scho wieder zum Fussball. Weiter gehts wie immer nach der nächsten Maus...lol

Sonntag, 4. Oktober 2009

Der erste Monat

Hm...Ich hätte früher mit dem bloggen anfangen sollen, jetz muss ich wohl mit einem post alles zusammenfassen, was ich so in den ersten Wochen hier erlebt hab, F*CK! ;-)
Also....von Anfang an:
Mein Flug mit Air India war überraschend angenehm und komfortabel, das Essen war für europäische Verhältnisse ziemlich scharf, aber das war ja zu erwarten. Hat auf jeden Fall geschmeckt. Meine Sitznachbarin war eine gebürtige Inderin, hat aber mehrere Jahre in Albuquerque (die Welt ist ein Dorf) gewohnt und mich schonmal ein bisschen eingestimmt. Maik hat mich dann vom Flughafen in Chicago abgeholt und wir sind zusammen zum Hudson River, der mitten durch die Innenstadt von Chicago fließt gefahren. Dort haben wir dann Ottl (auch bekannt als der Hofnarr des kurpfälzischen Hofstaates) und seine Frau Brigitte getroffen und haben mit ihnen eine Kajaktour gemacht. Maik und ich hatten ein 2-Mann Kajak und da keiner von uns jemals vorher gepaddelt ist, haben wir mindestens die doppelte Strecke von allen anderen zurückgelegt, aufgrund unserer gekonnten Zick-Zack-Route.
Die Nacht in Chicago war auch recht amüsant, erst BBQ auf einem Hochhausdach Downtown und dann ein Besuch in einer Bar mit live Musik. Während des BBQ's hatten wir mit einigen Sturmböen zu kämpfen, aber sowas hält einen dann auch nicht auf.
Am nächsten Tag sind wir dann ein bisschen durch Chicago geschlendert und sind in den hundertundnochwasten Stock des Hancock Tower gefahren um dort oben gemütlich ein Bierchen zu zischen und die Aussicht auf ein mit Sonnenlicht überflutetes Chicago zu genießen. Selbst Ich als Sonntagskind war überrascht von dem Glück, das wir während unseres gesammten Besuchs in Chicago hatten. Das Wetter war hervorragend, wir hatten die besten Plätze im Lokal des Hancock Towers und Maiks Cadillac (die Kurpalz) wurde trotz der Tatsache, dass wir die Parkzeit um eine halbe Stunde überschritten hatten weder abgeschleppt noch mit irgendwelchen Klammern versehen.
Am selben Tag sind wir dann beim Maik zu Hause in Ann Arbor angekommen, nach einer Fahrt durch monsunartige Regengüsse. Maik hat Ann Arbor die ganze Zeit als sehr europäisch geprägt beschrieben, was sich jetz, da ich Albuquerque kenne als wahr, in dem Moment jedoch als Übertreibung herausgestellt hat.
Die restliche Zeit in Ann Arbor war auch sehr witzig. Haben einige skurile live Bands gesehen und auch mal einen Trip zum Lake Huron und nach Detroit gemacht. Chicago war zwar eine Großstadt, doch hat man sich dort im Gegensatz zu Detroit sicher gefühlt. Wir sind tagsüber durch Detroit gefahren und ich muss zugeben ich war heilfroh, dass wir wieder lebendig rausgekommen sind. Natürlich darf ich auch nicht vergessen zu erwähnen, dass ich die große Ehre hatte die gewaltige Kurpalz zu manövrieren. Man fühlt sich wirklich mehr als Captain eines Bootes als als einfacher Autofahrer.
Okay....Ich hab gedacht ich komm ein bisschen flotter voran mit dem Schreiben und da ich auch noch Spanisch Hausaufgaben machen muss, ist hier erst mal ende gelände.

Fortsetzung folgt