Dienstag, 6. Oktober 2009

So weiter gehts

Kann ja auch mal das ein oder andere Wort über die Uni hier verlieren. Was wirklich ein riesiger Fortschritt zur Uni in Heidelberg sind die Sportanlagen. Das Johnson Center, in dem sich alle Indoor sportanlangen befinden ist genau auf dem Campus und für $15 pro jahr, bekommt man seinen eigenen Locker. Ich muss also nur noch t-shirt und kurze hose mit zur uni nehmen und dann kann ich alle sportarten machen die ich will und die Hallen hier sind wirklich beeindruckend. Ich hab sowieso jeden tag entweder Fussball oder Volleyball und danach geh ich oft noch schwimmen oda paar körbe werfen. Muss mir also keine Gedanken machen, dass ich zu fett werd vom vielen Burgerfuttern.
Ansonsten is die Uni auch zufriedenstellend. Was mir nen bisschen fehlt is ne normale, kostengünstige Mensa. Hier kamma sich halt Sandwiches, Pizza oda Burger kaufen. Nach meiner Fussballklasse geh ich aber meinstens mit ein paar Franzosen in der Mensa der Wohnheime essen. Würde mich normalerweise $8 kosten, aber die ham gottseidank 10 Gastessen auf ihrer Karte, von denen ich schon einige aufgebraucht hab.
Meine Kurse an der Uni sind zugegebenermaßen recht chillig. Des meiste is nur Wiederholung von Sachen die wir in Heidelberg schon gemacht haben. Hab auch ziemliches Glück mit meinen Professoren gehabt, andere Physiker ham unfassbar, und mit Deutschland unvergleichbar viele Hausaufgaben. Ich mach zwar auch was für die Uni, hab aber genug Zeit mich auch anderweitig zu amüsieren.
Eine dieser Ablenkungen von universitären Anstrengungen is natürlich feiern. Clubs gibts leider in Abq net wirklich viele und die in denen wir bisher waren, ham mich auch net wirklich umgehaun. Außerdem sind viele von den internationalen Studis noch net 21 was die ganze Sache zusätzlich verkompliziert, weil die Amis da wirklich keinen Spass verstehn. Wenn man unter 21 is und mit Alkohol erwischt wird, bekommt man ernsthaften Ärger mit den Cops.
Aber glücklicherweise gibts in Amerika ja Hauspartys. Und ja, die sind wirklich so wie mans aus den Filmen kennt. Der Gastgeber kennt vllt 10% der Leute die dort sind und die Häuser sind vollgestopft bis obenhin. Das einzige Problem hier ist die in ganz Abq gefürchtete "Partypatrol". Die Partypatrol ist eine Polizeieinheit, welche einzig und allein die Aufgabe hat Hauspartys aufzulösen und eventuell auch Leute unter 21 die sich dort befunden haben, festzunehmen. Die meisten Partys hier dauern also nur ein bis zwei stunden, aber danach sucht man sich einfach die nächste Party, ist also schon okay. Aber nocheinmal zur Partypatrol. Das sind nicht eine Hand voll Cops die auf die Party kommen und sagen, dass man sie schließen soll. Die Partypatrol hat die Erlaubnis die Party zu stürmen und mein mitbewohner hat mir schon von Partys erzählt, die mit 10 Polizeiautos umstellt waren. Außerdem hat die PP auch einen Helikopter, um Partys ausfindig zu machen. Meiner Ansicht nach ist das einer der bemitleidenswertesten Tatsachen die ich bisher in Amerika gehört habe. Aber keine Angst...wir werden der PP auch weiterhin ein Schnippchen schlagen, MUAHAHAAHH

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