Da unser letztes Wochenende wegen unerfindlichen Gründen von Donnerstag bis Sonntag ging, haben ein Kumpel uns ich uns auf eine lange Reise durch Süd-West Amerika gemacht. Los gings um 10 Uhr morgens in Albuquerque mit seinem Porsche Cabrio und vollgepackt mit Sandwiches, Nachos und sonstigen Reiseutensilien ab auf die Highways. Alle Gerüchte über amerikanische Highways sind wahr, ich habe noch nie so unendlich lange gerade Straßen gesehn. Wenn man erst mal auf dem Highway oder einer Interstate ist, heißt es einfach Tempomat an und Lenkrad zwischen die Beine klemmen. Dann könnte man mit Leichtigkeit die Herr der Ringe Bücher lesen oder alle Starwars Filme schaun um dann nach vorgegebener Zeit vom Highway zum geplanten Ziel abzubiegen.
Wenigstens sind wir während der Hinfahrt tagsüber gefahren und hatten bei hervorragendem Wetter eine unglaubliche Aussicht auf wunderschöne felsige Wüstenlandschaften. Außerdem waren wir ja auch in einem Porsche unterwegs, was die Fahrt ein bisschen spannender gemacht hat.
Unser erstes Ziel war das Monument Valley in Utah. Sind auch perfekt zur Nachmittagszeit angekommen als das Licht auf die Felsen schon recht tief eingefallen ist. Unser einziges Problem war jedoch, dass das Monument Valley auf Navajo-Land liegt, also auf Indianerland. Die Navajo fahren sowieso alle Pick-Up Trucks deshalb haben sie es wohl nicht für nötig erachtet die Straßen innerhalb des Monument Valley zu teeren. Unser einziger Ausweg war nun mit dem Porsche Off-Road zu gehn. In dem Moment war ich das erste mal froh, dass es nicht mein Sportwagen war, aber Dominic hat die Sache gut gemeistert und wir sind ohne große Aufsetzer oder Steckenbleiben im Sand durch die Felsen gedüst. Natürlich sind wir auch mit offenem Verdeck gefahren was zur Folge hatte, dass der Innenraum mit einer millimeterdicken Staubschicht bedeckt war. Nach unserem Trip ist uns klar geworden, dass wir wohl im einzigen Porsche der Welt gesessen haben, der diese Route hinter sich hat und wohl auch der einzige der sie jemals hinter sich haben wird.
Haben dann natürlich dann noch den Sonnenuntergang genossen, der die Felsen wirklich hat strahlen lassen. Am Abend sind wir dann in einem Motel in der Nähe untergekommen und haben in einem Open-Air-BBQ restaurant gegessen.
Am nächsten Tag gings dann weiter Richtung Zion National Park. Leider hatten wir nicht genug Bargeld bei uns um die Antalope Schlucht zu besichtigen ($26 pro Person ist auch ein bisschen skandalös) aber wurden dafür mit einem herrlich blauen Himmel im National Park entschädigt.
Mit seinen flach abfallenden Felsen, den in Herbstfarben strahlenden Bäumen und dem schon erwähnten strahlenden Sonnenschein, kam es einem wie im Paradis vor.
Am Freitag Abend wollten wir noch den Sonnenuntergang im "Valley of Fire", welches bei tiefstehender Sonne geradezu brennen soll vorbeischauen, haben die Sonne jedoch um Minuten verpasst. Nugegebenermaßen auch auf Grund meiner sonst präzisen Wegbeschreibung (hatten leider auch nur ein paar Ausdrücke von Google-Maps)
Immerhin hatte Dominik jedoch dann endlich mal ein paar kurvenreichere Straßen um den Porsche auszufahren. Später sind wir dann ins, in dunkelster Nacht hell erstrahlende, Las Vegas eingefahren. Die Fahrt auf dem "Strip", dem Las Vegas Boulevard, war eine Überflutung der Sinne. Grelle Farben, Bildschirme und sonstige Attraktionen überall!
Wir hatten uns ein Zimmer in einem Hostel in der Nähe des Strips gebucht, hätten jedoch lieber ein Hotel am Strip buchen sollen, da das Hostel wirklich nicht in der besten Gegend lag. Waren jeden Abend froh, als wir unbeschadet wieder im Hostel angekommen sind.
Am Freitag Abend haben wir uns dann noch mit ein paar anderen Studenten aus Albuquerque getroffen, die auch in Las Vegas waren und sind in ein paar Hotelbars und Casinos gegangen. Mein Ziel war eigentlich nur einmal einen größeren Betrag am Roullette auf rot oder schwarz zu setzen aber sind dann letztendlich nur bei den billigen Automaten hängengeblieben, was im nachhinein betrachtet vielleicht auch besser war.
Am Samstag sind wir dann ein bisschen in der Stadt rumgefahren und sind shoppen gegangen. Gab dort ein riesiges Outletcenter. Levis Jeans ab $20 und einzelne Quicksilver, Element, Billabong, Adidas und Volcom Geschäfte, die oft Angebote wie 3 T-Shirts für $30 oder ähnliches hatten. Hab mir dann gleich mal ne Hose für den Abend und nen schwarzen Gürtel gekauft.
Samstag Abend sind wir dann im Club "Pure" des Ceasar's Palace gelandet. Allein der Weg dorthin durch das riesige Casino war schon ein Erlebnis für sich. Wir waren um ungefähr 23.15 Uhr in der Schlange und bis 12 uhr war freier Eintritt. Aber wie eigentlich zu erwarten haben sie bis 23.59 alle 10min eine Person reingelassen und nach 12 einfach durchgewunken. Zu unserer Überraschung war aber ein relativ bekannter Hiphop Artist im Club, der dann auch gleich mal ein paar Lieder zum Besten gegeben hat. Haben dann im Club noch alle anderen Studenten aus Abq getroffen, sicherlich 20 Leut und mit denen abgefeiert.
Um 4 hat der Club dann leider die Schotten dicht gemacht und wir sind dann auch recht zügig wieder zurück zum Hostel. Kumpel von uns aus Österreich wollte uns zwar noch überreden mit in einen Strip-Club zu gehen, aber dafür hat dann weder die Zeit noch das Geld gereicht.
Heimwärts gings dann über den Hoover Damm, den zweitgrößten Damm der Welt. Einigen wohl bekannt aus "Transformers". Dazu is eigentlich nur zu sagen, dass es wirklich ein Riesentrumm is.
Warn dann am Sonntag abend auch heilfroh endlich alle Highways hinter uns gelassen zu haben, da die Fahrt im Dunkeln doch sehr die Müdigkeit aufkommen lässt.
Unten seht ihr noch ein paar Bilder von den ganzen Stationen unserer Reise.
Im Lauf der Woche ist derzeit erstmal nichts geplant außer Uni, am Wochenende gehts dann aber wieder zum Tailgaten (dem BBQ und Warm-Up vor einem Footballspiel) fürs Homecoming. Homecoming ist hier in den Staaten eine Tradition, die alle Highschools und Universitäten zelebrieren, nachdem die jeweilige Footballmannschaft einige Spiele auswärts hatte, um dann wieder "heimzukehren". Ich bin ja mal gespannt...
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen